Lexikon · ästhetische Medizin

Gefäßverschluss.

Seltene, ernste Filler-Komplikation: Material gelangt in ein Blutgefäß und unterbricht die Durchblutung. Muss sofort mit Hyaluronidase behandelt werden.

LexikonÄrztlich verantwortetEssen
Gefäßverschluss (vaskuläre Okklusion)
Kurz gesagt

Gefäßverschluss durch Filler: wie er entsteht, Warnzeichen wie Schmerz und Blässe, Sofortmaßnahmen mit Hyaluronidase

Kurz erklärt

Genauer betrachtet.

Ein Gefäßverschluss entsteht, wenn Filler direkt in eine Arterie injiziert wird oder ein Gefäß von außen komprimiert. Die Durchblutung des versorgten Hautareals bricht ab; unbehandelt drohen Gewebeschäden, Narben und – bei Gefäßen, die zum Auge führen – in extrem seltenen Fällen Sehverlust. Die Häufigkeit liegt schätzungsweise bei unter einem Fall pro zehntausend Behandlungen.

Warnzeichen treten meist sofort oder innerhalb von Stunden auf: ungewöhnlich starker Schmerz, weiß-bläuliche oder marmorierte Verfärbung, später dunkle Flecken oder Bläschen. Bei Hyaluronsäure-Fillern ist die Behandlung klar: sofortige, hochdosierte Hyaluronidase, ggf. wiederholt, plus Wärme, Massage und ärztliche Kontrolle.

Das Risiko wird gesenkt durch Anatomiekenntnis, Injektion in kleinen Mengen, langsames Spritzen, stumpfe Kanülen in Risikoregionen (Nase, Glabella, Nasolabialfalte, Schläfe) und die Verwendung auflösbarer Filler. In dieser Praxis ist Hyaluronidase jederzeit vorrätig.

Dieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht das ärztliche Beratungs- und Aufklärungsgespräch (§ 630e BGB).

Auf einen Blick

Auf einen Blick.

sehr seltenHäufigkeit
Schmerz, Blässe, MarmorierungWarnzeichen
Hyaluronidase, sofortGegenmittel
Nase, Glabella, NasolabialRisikoregionen

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FAQ

Häufige Fragen.

Was soll ich tun, wenn ich Symptome bemerke?

Sofort in der Praxis anrufen – auch außerhalb der Sprechzeiten über die Notfallnummer. Nicht abwarten.

Schützt die Kanüle vollständig?

Sie senkt das Risiko deutlich, schließt es aber nicht aus.

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