Stumpfe Kanüle.
Eine Nadel ohne scharfe Spitze, mit der Filler über einen Einstichpunkt flächig verteilt werden kann. Verringert das Risiko, Gefäße zu verletzen.

Stumpfe Kanüle vs. Nadel bei Filler-Behandlungen: Vorteile bei Sicherheit und Blutergüssen, Grenzen, typische Areale und warum die Wahl vom Befund abhängt.
Genauer betrachtet.
Eine Mikrokanüle ist ein flexibles Röhrchen mit abgerundeter Spitze und seitlicher Öffnung. Sie wird durch einen einzigen, mit einer Nadel vorbereiteten Einstichpunkt eingeführt und gleitet dann im Gewebe entlang, statt es zu durchstechen. Blutgefäße und Nerven werden eher zur Seite geschoben als verletzt.
Vorteile: weniger Einstiche, weniger Blutergüsse und Schwellung, geringeres Risiko einer Injektion in ein Gefäß. Bevorzugte Areale sind Wangen, Nasolabialfalte, Tränenrinne, Kieferlinie und Hals. Nadeln bleiben sinnvoll, wenn sehr präzise, kleine Depots gesetzt werden – etwa in der Lippe oder für Botulinumtoxin.
Eine Kanüle ersetzt keine Anatomiekenntnis: Auch mit ihr sind Gefäßverletzungen möglich, nur seltener. Die Entscheidung Nadel oder Kanüle trifft die Ärztin je nach Areal, Gewebe und Produkt.
Dieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht das ärztliche Beratungs- und Aufklärungsgespräch (§ 630e BGB).
Auf einen Blick.
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Frage per WhatsAppHäufige Fragen.
Tut die Kanüle weniger weh?
Meist ja, weil nur ein Einstich nötig ist und das Gewebe nicht durchstochen wird; ein Druckgefühl bleibt.
Ist die Kanüle immer besser?
Nein, für sehr feine, punktuelle Korrekturen ist die Nadel präziser.
Quellen und weiterführende Informationen.
- NHS (UK): Dermal Fillers – Patienteninformation
- Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetz (MPDG) – Filler als Medizinprodukte
- BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
- DGPRÄC – Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen
- § 630e BGB – Aufklärungspflichten (Gesetze im Internet)
- DGBT – Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie
- AWMF – Leitlinien der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften
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