Hyaluronidase.
Ein Enzym, das Hyaluronsäure innerhalb von Stunden abbaut. Wird eingesetzt, um Filler bei Überkorrektur, Knötchen oder – als Notfall – bei Gefäßverschluss aufzulösen.

Hyaluronidase erklärt: wie das Enzym Hyaluron-Filler auflöst, wann es eingesetzt wird, Notfallfunktion bei Gefäßverschluss, Ablauf, Risiken und Grenzen.
Genauer betrachtet.
Hyaluronidase spaltet die Ketten der Hyaluronsäure in kleine Bruchstücke, die der Körper rasch abbaut. Sie kommt auch natürlich im Körper vor; als Medikament wird sie in geringer Dosis direkt in das Areal gespritzt, in dem Filler liegt. Die Wirkung beginnt innerhalb von Minuten bis Stunden, das endgültige Bild zeigt sich nach ein bis zwei Tagen.
Eingesetzt wird sie bei Überkorrektur, Asymmetrie, Knötchen, gewandertem Material – und als lebenswichtige Notfallmaßnahme, wenn Filler ein Blutgefäß verschließt. In diesem Fall zählt jede Stunde, um Gewebeschäden zu verhindern. Deshalb gehört Hyaluronidase in jede Praxis, die Filler injiziert.
Grenzen: Hyaluronidase löst nur Hyaluronsäure, keine anderen Filler und kein Eigenfett. Auch körpereigene Hyaluronsäure wird vorübergehend mit abgebaut, was das Areal kurz «leerer» wirken lassen kann. Allergische Reaktionen sind selten, aber möglich; bei Bienengiftallergie ist Vorsicht geboten.
Dieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht das ärztliche Beratungs- und Aufklärungsgespräch (§ 630e BGB).
Auf einen Blick.
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Frage per WhatsAppHäufige Fragen.
Tut das Auflösen weh?
Ähnlich wie eine Filler-Injektion; das Enzym kann kurz brennen. Eine Cremebetäubung ist möglich.
Wird alles auf einmal aufgelöst?
Meist in kleinen Schritten mit Kontrolle nach ein bis zwei Tagen, um nicht zu viel zu entfernen.
Quellen und weiterführende Informationen.
- NHS (UK): Dermal Fillers – Patienteninformation
- Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetz (MPDG) – Filler als Medizinprodukte
- BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
- DGPRÄC – Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen
- § 630e BGB – Aufklärungspflichten (Gesetze im Internet)
- DGBT – Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie
- AWMF – Leitlinien der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften
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