Injektionslipolyse.
Injektion eines Wirkstoffs (meist Desoxycholsäure), der kleine, lokale Fettdepots auflöst – etwa am Doppelkinn. Mehrere Sitzungen üblich; kein Ersatz für Gewichtsreduktion.

Injektionslipolyse («Fett-weg-Spritze») erklärt: Wirkstoff Desoxycholsäure, geeignete Areale, Ablauf, Schwellung, Anzahl der Sitzungen
Genauer betrachtet.
Bei der Injektionslipolyse wird ein Wirkstoff – heute meist Desoxycholsäure, ein körpereigenes Gallensäure-Derivat – in ein Fettdepot gespritzt. Er zerstört die Zellmembran der Fettzellen; die freigesetzten Fette werden über Wochen vom Körper abgebaut und ausgeschieden. In Deutschland ist ein Präparat für das Fett unter dem Kinn zugelassen; andere Areale sind Off-Label-Anwendungen.
Geeignet sind kleine, klar abgegrenzte Depots bei stabilem Gewicht: Doppelkinn, Hamsterbäckchen, kleine Polster am Bauch oder Oberarm. Für großflächigen Fettabbau oder als Ersatz für Abnehmen ist die Methode nicht gedacht. Üblich sind zwei bis vier Sitzungen im Abstand von sechs bis acht Wochen.
Nach der Behandlung schwillt das Areal deutlich an – das ist Teil der Wirkung und hält einige Tage bis zwei Wochen. Weitere Risiken: Bluterguss, Taubheitsgefühl, selten Nervenreizung am Kinn oder unebene Ergebnisse. Behandelte Fettzellen bilden sich nicht neu; bei Gewichtszunahme wachsen verbliebene Zellen.
Dieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht das ärztliche Beratungs- und Aufklärungsgespräch (§ 630e BGB).
Auf einen Blick.
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Frage per WhatsAppHäufige Fragen.
Ist das eine Alternative zur Fettabsaugung?
Für kleine Areale ja, für große nein. Die Fettabsaugung entfernt deutlich mehr Volumen in einer Sitzung.
Kommt das Fett wieder?
Behandelte Zellen bilden sich nicht neu. Bei Gewichtszunahme können verbliebene Fettzellen jedoch wieder wachsen.
Quellen und weiterführende Informationen.
- DGPRÄC – Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen
- BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
- NHS (UK): nicht-chirurgische ästhetische Verfahren
- § 630e BGB – Aufklärungspflichten (Gesetze im Internet)
- DGBT – Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie
- AWMF – Leitlinien der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften
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