Haarzyklus.
Jedes Haar durchläuft Wachstums- (Anagen), Übergangs- (Katagen) und Ruhephase (Telogen). Haarausfall bedeutet meist eine verkürzte Wachstumsphase – hier setzt PRP an.

Der Haarzyklus erklärt: Anagen, Katagen, Telogen, normale Ausfallmenge, was bei erblichem Haarausfall passiert
Genauer betrachtet.
Ein Kopfhaar wächst zwei bis sechs Jahre (Anagenphase), verharrt zwei bis drei Wochen im Übergang (Katagen) und ruht drei bis vier Monate (Telogen), bevor es ausfällt und die Wurzel ein neues Haar bildet. Rund 85 % der Haare befinden sich in der Wachstumsphase; 50 bis 100 ausgefallene Haare am Tag sind normal.
Bei erblich bedingtem Haarausfall reagieren die Wurzeln empfindlich auf das Hormon DHT: Die Wachstumsphase verkürzt sich Zyklus für Zyklus, das Haar wird dünner und kürzer, bis der Follikel nur noch Flaum bildet. Diffuser Haarausfall nach Krankheit, Geburt oder Eisenmangel verschiebt dagegen viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase.
Behandlungen wirken über den Zyklus – deshalb dauert es drei bis sechs Monate, bis ein Effekt sichtbar wird. PRP soll die Anagenphase verlängern und die Wurzeln kräftigen; Voraussetzung sind noch aktive Follikel. Eine ärztliche Abklärung der Ursache (Blutwerte, Schilddrüse, Eisen) gehört vor jede Behandlung.
Dieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht das ärztliche Beratungs- und Aufklärungsgespräch (§ 630e BGB).
Auf einen Blick.
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Frage per WhatsAppHäufige Fragen.
Warum sehe ich nach PRP nicht sofort etwas?
Weil neue Haare erst nach der Ruhephase nachwachsen; der Zyklus lässt sich nicht beschleunigen.
Fallen mir mehr Haare aus als normal?
Mehr als 100 pro Tag über Wochen, sichtbar dünnere Partien oder ein breiter werdender Scheitel sind Anlass für eine Abklärung.
Quellen und weiterführende Informationen.
- NHS (UK): Haarausfall
- DermNet – dermatologisches Fachportal (englisch)
- § 630e BGB – Aufklärungspflichten (Gesetze im Internet)
- DGBT – Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie
- AWMF – Leitlinien der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften
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