Lexikon · ästhetische Medizin

Androgenetische Alopezie.

Der erblich bedingte Haarausfall – bei Männern Geheimratsecken und Tonsur, bei Frauen ein lichter werdender Scheitel. Häufigste Ursache von Haarverlust.

LexikonÄrztlich verantwortetEssen
Androgenetische Alopezie
Kurz gesagt

Androgenetische Alopezie erklärt: Rolle von DHT und Genetik, Muster bei Männern und Frauen, Diagnose, belegte Behandlungen (Minoxidil, Finasterid)

Kurz erklärt

Genauer betrachtet.

Die androgenetische Alopezie betrifft rund die Hälfte der Männer und etwa ein Drittel der Frauen im Laufe des Lebens. Ursache ist eine erblich bedingte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber Dihydrotestosteron (DHT), das die Wachstumsphase verkürzt und die Follikel schrumpfen lässt. Bei Männern beginnt es an Stirnecken und Wirbel, bei Frauen diffus am Oberkopf – der Haaransatz bleibt meist erhalten.

Die Diagnose stellt die Ärztin anhand des Musters, der Vorgeschichte und bei Bedarf einer Untersuchung der Haarwurzeln; bei Frauen werden zusätzlich Eisen, Schilddrüse und Hormone geprüft. Belegte Behandlungen sind Minoxidil (äußerlich, beide Geschlechter) und Finasterid (Tabletten, Männer) – beide wirken nur, solange sie angewendet werden.

PRP ist eine ergänzende Option mit moderater Evidenz: Es kann die Haardichte und -dicke verbessern, ersetzt aber keine erloschenen Follikel. Realistisch ist eine Stabilisierung und Verdichtung, nicht die Rückkehr zum Haar von vor zwanzig Jahren. Bei fortgeschrittenem Verlust bleibt die Haartransplantation die Option.

Dieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht das ärztliche Beratungs- und Aufklärungsgespräch (§ 630e BGB).

Auf einen Blick

Auf einen Blick.

DHT-Empfindlichkeit, erblichUrsache
Stirnecken, WirbelMänner
diffus am ScheitelFrauen
Minoxidil, Finasterid; PRP ergänzendBelegt

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FAQ

Häufige Fragen.

Ist PRP eine Alternative zu Minoxidil?

Eher eine Ergänzung. Viele kombinieren beides; die Entscheidung hängt von Ausmaß und Verträglichkeit ab.

Hilft PRP bei Geheimratsecken?

Nur, wenn dort noch aktive Wurzeln sind. Bei glatter Haut ohne Flaum nicht.

Quellen

Quellen und weiterführende Informationen.

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