Rauchen und Haut.
Nach der Sonne ist Rauchen der zweitstärkste vermeidbare Faktor der Hautalterung. Was im Gewebe passiert – und was Aufhören noch bringt.

Wie Rauchen Kollagen abbaut, die Durchblutung drosselt und Falten um Mund und Augen vertieft – und warum Raucherinnen und Raucher nach Behandlungen…
Nikotin, Sauerstoff, Kollagen.
Weniger Sauerstoff, weniger Reparatur: Nikotin verengt die kleinen Blutgefäße der Haut für Stunden nach jeder Zigarette. Die Haut erhält weniger Sauerstoff und Nährstoffe, Abfallprodukte werden langsamer abtransportiert. Sichtbar wird das als fahler, grauer Teint und langsamere Wundheilung.
Kollagenabbau im Zeitraffer: Tabakrauch aktiviert Enzyme (Matrix-Metalloproteinasen), die Kollagen und Elastin zerlegen, und hemmt gleichzeitig die Neubildung. Studien an Zwillingen zeigen: Der rauchende Zwilling wirkt nach zehn Jahren im Schnitt deutlich älter – mit tieferen Falten um Augen, Mund und an den Wangen.
Die typischen Zeichen: strahlenförmige Fältchen um den Mund («Raucherfalten»), betont durch das Spitzen der Lippen, vertiefte Krähenfüße vom Zusammenkneifen gegen den Rauch, eingefallene Wangen, unregelmäßige Pigmentierung und eine ledrige Textur. Dazu kommt ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs.
Folgen für Behandlungen: Bei Raucherinnen und Rauchern halten Hyaluronsäure und Botulinumtoxin oft kürzer, Blutergüsse dauern länger, und Verfahren, die auf Wundheilung setzen – Microneedling, PRP – wirken schwächer. Vor Behandlungen empfiehlt sich mindestens eine Woche Rauchpause, besser mehr.
Aufhören lohnt sich in jedem Alter: Die Durchblutung normalisiert sich innerhalb von Wochen, der Teint hellt sich auf, die Kollagenneubildung erholt sich teilweise. Bestehende Falten verschwinden nicht, vertiefen sich aber deutlich langsamer. Wer aufhört, holt aus jeder Behandlung mehr heraus.
Das Wichtigste.
Eine Frage zu Rauchen und Haut? Schreiben Sie uns kurz per WhatsApp – wir antworten in der Regel am selben Werktag.
Frage per WhatsAppWichtiger Hinweis.
Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt weder eine ärztliche Untersuchung noch das Aufklärungsgespräch vor einer Behandlung (§ 630e BGB). Ob und welche Behandlung für Sie in Frage kommt, lässt sich nur nach Untersuchung und Beratung sagen. Es werden keine Behandlungsergebnisse versprochen.
Häufige Fragen.
Gilt das auch für E-Zigaretten?
Nikotin verengt die Gefäße unabhängig von der Quelle; die zusätzlichen Verbrennungsprodukte fallen weg. Weniger schädlich, nicht unschädlich.
Hilft Botox gegen Raucherfalten?
Bei feinen Lippenfältchen ist die Dosis sehr begrenzt, weil der Mundschluss erhalten bleiben muss. Skinbooster und Hautqualitäts-Behandlungen sind hier oft sinnvoller.
Quellen und weiterführende Informationen.
- NHS (UK): Rauchstopp
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
- NHS (UK): nicht-chirurgische ästhetische Verfahren
- Ärztekammer Nordrhein – Informationen für Patientinnen und Patienten
- § 630e BGB – Aufklärungspflichten (Gesetze im Internet)
- DGBT – Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie
- AWMF – Leitlinien der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften
Externe Links öffnen in einem neuen Fenster; für deren Inhalte sind die jeweiligen Anbieter verantwortlich. Fachliche Verantwortung für diese Seite: Katayoun Mostaghimi, Fachärztin für Allgemeinmedizin. Stand: 2026-10-15.
Sprich mit der Ärztin.
Termin auf Doctolib buchenOder ruf einfach an: +49 1520 8367711 · info@vivaderm.de
Oder erst einmal nur beraten lassen: Beratungstermin (50 €, wird bei Behandlung angerechnet)