PRP für das Gesicht.
Bei der PRP-Behandlung wird aus einer kleinen Menge Ihres eigenen Blutes das plättchenreiche Plasma gewonnen und in die Haut eingebracht – als Injektion oder kombiniert mit Microneedling. Ziel ist die Hautqualität: Struktur, Feinheit, Frische. Kein Volumen, keine Faltenglättung wie mit Botulinumtoxin.

PRP im Gesicht (Eigenbluttherapie): wie plättchenreiches Plasma gewonnen und eingebracht wird, wofür es gedacht ist, Ablauf, Risiken und Richtpreise.
Was PRP ist – und was nicht.
PRP steht für plättchenreiches Plasma. Nach einer Blutentnahme wird das Blut zentrifugiert; der Anteil mit konzentrierten Blutplättchen und Wachstumsfaktoren wird abgetrennt und in die Haut eingebracht. Umgangssprachlich heißt das «Vampire Facial» oder Eigenbluttherapie.
Die Idee: Die körpereigenen Wachstumsfaktoren regen Reparaturvorgänge und die Bildung von Kollagen an. Typische Anlässe sind müde, fahle Haut, feine Linien, vergrößerte Poren, leichte Aknenarben und Hautqualität um die Augen. Der Effekt baut sich langsam über Wochen auf und ist dezent.
Was PRP nicht ist: kein Ersatz für Botulinumtoxin bei mimischen Falten und kein Volumenaufbau. Die Studienlage ist für einzelne Anwendungen unterschiedlich belastbar; ein bestimmter Effekt kann nicht versprochen werden. Ob PRP zu Ihrer Haut passt, wird nach Untersuchung besprochen.
Behandlung im Überblick.
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Frage per WhatsAppFür wen geeignet – und für wen nicht.
Passt zu Ihnen, wenn …
- Hautqualität, Feuchtigkeit, Poren, feine Linien oder leichte Narben
- Wunsch nach schrittweiser Verbesserung über mehrere Sitzungen
- gesunde Haut ohne akute Entzündung
Eher nicht, wenn …
- aktive Hautinfektion, entzündliche Akne oder Wundheilungsstörung
- Schwangerschaft oder Stillzeit
- Erwartung eines sofortigen oder volumengebenden Effekts
Die endgültige Einschätzung erfolgt in der ärztlichen Untersuchung.
Ablauf und Nachsorge.
Vorher: Untersuchung der Haut, Beratung, Aufklärung; Medikamente (insbesondere Blutverdünner) und Herpes-Neigung besprechen. Ausreichend trinken, nicht nüchtern kommen.
Behandlung: Blutentnahme aus der Armvene, Zentrifugation, währenddessen Cremebetäubung. Dann Einbringen des Plasmas mit feinen Injektionen oder per Microneedling.
Danach: Rötung und leichte Schwellung für ein bis zwei Tage; 24 Stunden kein Make-up, kein Sport, keine Sauna; konsequenter Sonnenschutz. Meist drei Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen, dann ärztliche Beurteilung.
Mögliche Risiken und Gegenanzeigen.
Nach der Blutentnahme sind ein Bluterguss oder eine kurze Kreislaufreaktion möglich. An den Einstichstellen im Gesicht sind Rötung, Schwellung, Druckempfindlichkeit und kleine Blutergüsse üblich und klingen meist innerhalb weniger Tage ab; selten sind Infektionen oder eine Reaktivierung von Lippenherpes. Da ausschließlich körpereigenes Plasma verwendet wird, sind allergische Reaktionen auf das Präparat nicht zu erwarten. Nicht geeignet ist die Behandlung unter anderem bei Gerinnungsstörungen, bestimmten Bluterkrankungen, akuten Infekten, Einnahme blutverdünnender Medikamente (nach Rücksprache) sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Ein Behandlungserfolg kann nicht garantiert werden. Diese Informationen ersetzen nicht das ärztliche Aufklärungsgespräch (§ 630e BGB).
Richtpreise.
Alle Preise sind unverbindliche Richtpreise inklusive Beratung.
Die Abrechnung erfolgt individuell nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) je nach Befund und Aufwand. Jede Behandlung setzt eine ärztliche Untersuchung, Beratung und Eignungsprüfung voraus.
Häufige Fragen.
Was ist der Unterschied zu Skinboostern?
Skinbooster sind Hyaluronsäure-Präparate, die Feuchtigkeit binden. PRP ist körpereigen und setzt auf Wachstumsfaktoren. Beides zielt auf Hautqualität; die Wahl hängt von Haut und Ziel ab.
Wie viele Sitzungen sind sinnvoll?
Meist drei im Abstand von etwa vier Wochen, danach eine Erhaltungsbehandlung nach ärztlicher Beurteilung.
Kann PRP mit anderen Behandlungen kombiniert werden?
Ja, häufig mit Microneedling; auch mit Botulinumtoxin oder Hyaluronsäure an anderen Terminen. Das wird individuell geplant.
Ist PRP auch für die Kopfhaut geeignet?
Ja, PRP bei Haarausfall ist eine eigene Behandlung – siehe die Seite zu PRP für die Haare.
Quellen und weiterführende Informationen.
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)
- DermNet – dermatologisches Fachportal (englisch)
- American Academy of Dermatology (englisch)
- PubMed – medizinische Studiendatenbank
- § 630e BGB – Aufklärungspflichten (Gesetze im Internet)
- DGBT – Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie
- AWMF – Leitlinien der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften
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