Ptosis – hängendes Lid.
Ein vorübergehend hängendes Oberlid oder eine abgesunkene Braue nach Botulinumtoxin – selten, durch Diffusion in den falschen Muskel. Bildet sich innerhalb von Wochen zurück.

Ptosis nach Botox erklärt: Lidptosis vs. Brauenptosis, wie es dazu kommt, Häufigkeit, was hilft (Augentropfen, Zeit)
Genauer betrachtet.
Zwei Formen werden oft verwechselt. Die Brauenptosis entsteht, wenn die Stirn zu stark oder zu tief behandelt wird: Der Stirnmuskel kann die Braue nicht mehr heben, das Lid wirkt schwer. Die eigentliche Lidptosis ist seltener und entsteht, wenn Wirkstoff aus der Glabella-Region in den Lidhebermuskel diffundiert – meist innerhalb der ersten zwei Wochen sichtbar.
Beide Formen sind vorübergehend: Die Brauenptosis lässt nach vier bis acht Wochen nach, die Lidptosis meist nach zwei bis sechs Wochen. Bei der Lidptosis können Augentropfen mit Apraclonidin das Lid um ein bis zwei Millimeter anheben, bis die Wirkung abklingt. Die Häufigkeit liegt bei erfahrenen Behandlerinnen unter einem Prozent.
Vorbeugung: Injektionspunkte in der Glabella mindestens einen Zentimeter über dem Brauenrand, angepasste Dosis in der Stirn, danach vier Stunden aufrecht bleiben und das Areal nicht massieren. Wer schon vor der Behandlung eine tief stehende Braue hat, erhält in der Stirn bewusst wenig oder nichts.
Dieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht das ärztliche Beratungs- und Aufklärungsgespräch (§ 630e BGB).
Auf einen Blick.
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Bleibt das Lid für immer so?
Nein. Beide Formen bilden sich mit dem Abbau des Wirkstoffs vollständig zurück.
Was tun, wenn es passiert?
In der Praxis melden. Bei Lidptosis können Augentropfen verordnet werden; ansonsten hilft Geduld.
Quellen und weiterführende Informationen.
- NHS (UK): Botulinumtoxin-Injektionen – Patienteninformation
- DGBT – Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie
- BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
- Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA)
- § 630e BGB – Aufklärungspflichten (Gesetze im Internet)
- AWMF – Leitlinien der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften
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