Polynukleotide.
Aus Lachs-DNA gewonnene Bausteine, die als Injektion die Regeneration der Haut unterstützen sollen. Für Hautqualität, Augenpartie und geschwächte Haut; meist mehrere Sitzungen.

Polynukleotide (PN, «Lachs-DNA») erklärt: Herkunft, angenommene Wirkweise, Einsatzgebiete wie Augenpartie und Hautqualität, Sitzungen
Genauer betrachtet.
Polynukleotide sind gereinigte DNA-Fragmente, die aus Lachs- oder Forellenkeimzellen gewonnen werden. Sie sind für den menschlichen Körper gut verträglich, weil sich die DNA-Bausteine zwischen Arten kaum unterscheiden. Injiziert in die Haut sollen sie Fibroblasten anregen, Feuchtigkeit binden und entzündliche Prozesse dämpfen.
Eingesetzt werden sie vor allem dort, wo die Haut dünn oder geschwächt ist: Augenpartie, Hals, nach Sonnenschäden oder bei Aknenarben. Anders als Skinbooster geben sie fast keine Feuchtigkeit durch Wasserbindung, sondern setzen auf Regeneration; deshalb werden beide manchmal kombiniert. Üblich sind drei Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen.
Die Studienlage ist jünger und dünner als bei Hyaluronsäure oder Botulinumtoxin; kleinere Studien zeigen Verbesserungen von Elastizität und Hautbild, große Vergleichsstudien fehlen. Nebenwirkungen entsprechen denen anderer Injektionen; bei Fischallergie ist Rücksprache nötig.
Dieser Lexikoneintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht das ärztliche Beratungs- und Aufklärungsgespräch (§ 630e BGB).
Auf einen Blick.
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Frage per WhatsAppHäufige Fragen.
Ist das dasselbe wie Skinbooster?
Nein. Skinbooster binden Wasser (Hyaluronsäure); Polynukleotide sollen die Zellregeneration anregen. Beide zielen auf Hautqualität.
Kann ich das bei Fischallergie machen?
Bitte vorher ansprechen. Die Präparate sind hochgereinigt, dennoch wird im Einzelfall entschieden.
Quellen und weiterführende Informationen.
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)
- DermNet – dermatologisches Fachportal (englisch)
- American Academy of Dermatology (englisch)
- PubMed – medizinische Studiendatenbank
- § 630e BGB – Aufklärungspflichten (Gesetze im Internet)
- DGBT – Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie
- AWMF – Leitlinien der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften
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